Zahlreiche Einschneidungen haben die privaten Krankenversicherungen zu befürchten. Gesundheitsministerin Schmidt (SPD) will die Privaten zur Kasse bitten.

Die zurückliegenden Debatten lassen erkennen, dass die privaten Krankenversicherungen in der Diskussion um die zukünftige Gesundheitsreform schlechte Karten haben. Viele der Vorschläge, die von Seiten der SPD vorgetragen wurden, lassen breite Schwächungen der Privaten vermuten und wirken zugleich unumgänglich. Im Zuge dieser Erkenntnis meldete sich der Vorsitzende des PKV-Verbandes, Reinhold Schulte, zu Wort. Er wies die Koalition darauf hin, dass es ein schwerwiegender Fehler sei, die privaten Krankenversicherungen im Zuge der Gesundheitsreform zu schwächen. Mit dieser Maßnahme werde in seinen Augen keines der gegenwärtigen strukturellen Probleme der gesetzlichen Krankenkassen gelöst, sondern vielmehr ein immer wichtiger werdender Träger des deutschen Gesundheitssystems geschwächt. In derselben Erklärung warnte Schulte davor, die Existenz der PKV aus ideologischen Gründen oder gar zum Zweck der Mittelbeschaffung leichtsinnig aufs Spiel zu setzten.
Angesichts des sich ankündigenden Milliardendefizit (siehe auch Artikel: Fragezeichen Gesundheitspolitik) der gesetzlichen Krankenversicherungen, überbieten sich die Politiker mit Vorschlägen wie diese klaffenden Finanzlöcher in Zukunft gestopft werden sollen. Auffallend häufig wurden in den Vorschlägen die privaten Krankenversicherungen zur Kasse gebeten. Allen voran Ulla Schmidt (SPD) ließ immer wieder deutlich werden wie sie die Privaten zur Verantwortung ziehen will. Reinhold Schulte wehrte die Vorschläge der Bundesgesundheitsministerin entschieden ab. Es gäbe nach seinen Angaben weder eine sachliche Begründung noch eine rechtliche Grundlage um die privaten Krankenversicherungen derart zu schwächen. Des Weiteren wies er auf fehlenden Nutzen hin. Derartige Maßnahmen würden das Krankenversicherungssystem weder nachhaltig verändern, noch generationengerechter umgestalten.
Ob die Politik auf die Aussagen des Vorsitzenden reagiert und sich generell durch derartige Beiträge beeinflussen lässt scheint zweifelhaft, sicher dagegen scheint derzeit, dass die privaten Krankenversicherungen mit Einschnitten rechnen müssen, wie stark sie jedoch in die Bresche springen müssen, ist eine von vielen offenen Fragen, die in naher Zukunft seitens der Politik zu beantworten sind.
Sie können sich zwischen GKV und PKV entscheiden. In der GKV sind Sie in den meisten Fällen beitragsfrei mitversichert.
Ausnahmen:
Sie können nach dem Wegfall der Familienversicherung zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung wählen.
Die Beiträge der gesetzlichen Krankenversicherung betragen ca. 145 €.
Die Beiträge der privaten Krankenversicherung beginnen bei 71,03 €.
Studenten mit mehr als 14 Fachsemester zahlen in der GKV ca. 145,- €.
Die PKV versichert ohne eine Begrenzung der Semesteranzahl ab 62,84 €.
Studenten in der GKV zahlen ca. 70,- € bzw. ab dem 30. Lebensjahr ca. 145,- €.
Die PKV versichert ab einem Monatsbeitrag von 70,92 €.
Sie sind Student und machen ein Praktikum oder Hochschulsemester im Ausland?
Informieren Sie sich über die Krankenversicherung für Studenten im Ausland.
Private Altersvorsorge
BerufsunfähigkeitsversicherungEin Service von ![]()
Kompetente Fachberater antworten im Einzelchat.